BITTE UNTERSTÜTZEN SIE UNS IM KAMPF GEGEN LEUKÄMIE:

Spender werden

Lassen Sie sich typisieren, damit Sie als potenzieller Stammzellspender zur Verfügung stehen können, wenn es darauf ankommt ein Menschenleben zu retten!

Ohne finanzielle Hilfe geht es nicht ...

Die Kosten einer Typisierung werden weder durch Bund oder Länder noch durch die Krankenkassen getragen. Daher sind wir auf Ihre finanzielle Hilfe angewiesen.

Organisieren Sie eine Typisierungsaktion!

In Ihrem Umfeld ist jemand auf eine Stammzellspende angewiesen und Sie möchten eine Typisierungsaktion organisieren? Wir unterstützen Sie gern!

Erfahrungsbericht unseres "Zivi" Thomas Holtschneider

Als ich direkt nach dem Abitur im Sommer 2008 meinen Zivildienst bei der WSZE begonnen habe, war das vor allem eine bewusste Auszeit vor Beginn meines Studiums, die ich nutzen wollte um nach 13 Jahren Schule das Schulleben wie ich es bis dato kannte einzutauschen gegen etwas "reales Leben", um etwas gesellschaftlich sinnvolles zu tun, um anderen Menschen zu helfen.

Und die Eindrücke und Erfahrungen, die ich in meiner Zeit bei der WSZE gewinnen konnte waren nicht nur sehr interessant und abwechslungsreich, sie haben mich auch für meinen weiteren Weg geprägt.

Ich habe durch den intensiven Kontakt zu Spendern, Ärzten sowie Familien und Angehörigen von Patienten, die auf eine lebensrettende Stammzell- oder Knochenmarkspende warten, nicht nur erfahren, wie schnell eine Erkrankung wie etwa Leukämie einen aus seinem alltäglichen Rhythmus mit all seinen großen und kleinen Problemen hinausreissen und vor völlig neue Realitäten stellen kann, die einen mitunter sogar das Leben kosten können.

Gleichzeitig war ich auch beeindruckt von der oft sehr großen Solidarität und Unterstützung, die den Familien der Patienten aus deren Umfeld zu Teil wurde - so kam es oft vor, dass sich bei der Suche nach einem passenden Spender der örtliche Sportverein, die Belegschaft der Firma, oder sogar fast ein ganzes Dorf als Knochenmark-/ Blutstammzellspender registrieren ließ.

Auch ist mir die Vermittlung und das Bearbeiten des anonymisierten Kontakts zwischen Spendern und ihren Patienten, der in gewissen Grenzen möglich ist, in besonderer Erinnerung geblieben, gerade die sehr emotionalen Briefe der Familie eines Patienten, der wenige Monate nach seiner zunächst erfolgreichen Spende leider doch verstorben ist. Seine Eltern, die Großeltern und die Geschwister bedankten sich jeweils mit einem Brief bei dem anonymen Spender für seinen selbstlosen Einsatz, der Ihnen einige sehr kostbare Monate mit ihrem Sohn, Enkel und Bruder geschenkt hat, ihm neuen Mut gegeben hat und es ihnen noch einmal ermöglichte, zu Hause einige Zeit ganz normal mit Ihm zu verbringen. Genauso emotional war es, den Kontakt von einem Spender zu seiner noch sehr jungen Patientin vom ersten anonymen Briefwechsel bis hin zum persönlichen Treffen der beiden begleiten zu können.

Weiterhin war der Umgang mit freiwilligen Spendern, die mit Ihrer Spende konkret dazu beitragen, einem ihnen völlig Unbekannten die Chance auf ein gesundes Leben zu geben, sehr prägend und veranschaulichte mir, wie viel man selbst doch für andere mit scheinbar kleinen Dingen tun kann.

Auch wenn der Arbeitsweg für mich, da ich aus Düsseldorf komme, jeden Tag ungefähr zwei Stunden mit Bus und Bahn bedeutete, habe ich während meiner Zeit bei der WSZE wirklich jeden Tag das Büro mit dem Gefühl verlassen können, einen Beitrag dazu geleistet zu haben, schwerstkranken Menschen zu helfen.

Gerade vor dem Hintergrund solcher Eindrücke habe ich meine Zeit bei der WSZE gerne dazu genutzt, Menschen auf das Thema Blutstammzellspende aufmerksam zu machen und zu informieren, sei es nun bei der Betreuung am Telefon oder direkt vor Ort bei einem Blutspendetermin des DRK, auf dem jederzeit in Verbindung mit einer Blutspende eine Typisierung möglich ist.