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Stefan Hülsdünker hilft mit Spende

Typisierung vor mehr als 20 Jahren

Stefan Hülsdünker lebte noch in Dorsten, und seine Kinder waren noch nicht geboren, als der Sohn eines seiner Bekannten an Leukämie erkrankte. „Damals wollte ich helfen“, sagt der Automobilkaufmann, der sich im Jahr 2000 in Heiden selbstständig gemacht hat.

Stefan Hülsdünker hilft mit Spende Hülsdünker ließ sich typisieren und bei der Westdeutschen Spenderzentrale in Ratingen – einer von 30 Zentralen in Deutschland – registrieren. „Das ist jetzt mehr als 20 Jahre her“, überschlägt er. Die Stammzellen des heute 49-Jährigen waren allerdings seinerzeit nicht kompatibel mit denen des Kindes. „Es ist gestorben.“ Jetzt aber könnte Stefan Hülsdünker zum Lebensretter werden. Heiligabend hatte er eine Anfrage der Westdeutschen Spenderzentrale im Briefkasten. Bei einem Abgleich der Daten hatte sich gezeigt, dass drei seiner Stammzellenmerkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen und er als Spender in Frage kommen könnte. Im Jahr 2001 hatte er bereits eine solche Anfrage. Die weiteren Untersuchungen hatten seinerzeit aber zu Ausschlusskriterien geführt. Diesmal sieht es anders aus. Und: „Es ist für mich wirklich ein Geschenk, helfen zu können“, sagt der Vater einer 16-jährigen Tochter und eines 19-jährigen Sohnes.

Acht Röhrchen Blut hat ihm sein Arzt bereits abgezapft, die nun erneut getestet wurden – unter anderem vom Arzt des möglichen Empfängers. „Am 31. März habe ich noch einen Untersuchungstermin“, erläutert Hülsdünker den Zeitplan. „Für den 14. April ist dann die Knochenmarkspende angesetzt.“ Aus dem Beckenkamm seiner Hüfte werden Ärzte im Augusta-Krankenhaus in Düsseldorf Knochenmarkzellen mit Hilfe von Punktionsnadeln absaugen – unter Vollnarkose. Die Alternative wäre gewesen, die lebensrettenden Stammzellen aus seinem Blut zu gewinnen. Doch die Ärzte des Patienten haben sich für die andere Methode entschieden. Die Gründe kennt Hülsdünker nicht. „Es ist mir auch egal“, sagt er. „Hauptsache ist doch, dass ich diesem Menschen wenigstens Hoffnung geben kann.“

Wie wichtig so ein Hoffnungsschimmer ist, weiß der Wahl-Raesfelder aus eigenem Erleben. „Meine Frau war vor einigen Jahren erkrankt und benötigte eine Nierenspende“, erzählt Hülsdünker. „Die Situation war für die Familie schon ziemlich belastend.“ Hülsdünker ist dankbar, dass seine Frau eine neue Niere bekommen hat und ihr geholfen werden konnte und dass seine Kinder gesund sind. „Eigentlich könnte sich das doch jeder Mensch erlauben“, appelliert Stefan Hülsdünker an seine Mitmenschen, sich einen Organspenderausweis zu zulegen und/oder sich typisieren zu lassen.

„Mit weniger Aufwand kann ich nie wieder Gutes tun“, freut er sich inzwischen auf die Stammzellenspende. Dass nach der Entnahme seine Hüfte etwas schmerzen wird – „wie bei einem Bluterguss“ – ist für ihn dabei nebensächlich. Das gebe sich wieder, sagt er und erzählt, dass er sich im Anschluss an die Spende einige erholsame Ostertage mit der Familie und dem vierbeinigen Familienbegleiter auf Texel gönnt.



Bericht aus der Borkener Zeitung 03/2014, www.borkenerzeitung.de, von Marita Rinke

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