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Ein Jahr danach Monique und ihre Lebensretterin Nadja

WSZE: Monique, wie geht es dir drei Jahre nach der Transplantation? Hat der 11.03., der Tag der Transplantation, eine besondere Bedeutung für dich?

Monique: Ohjaaaa und ob ich was am 11.03 mache, ich feiere so zu sagen immer zwei Geburtstage. Am 11.03. waren meine Familie und ich und da so schönes Wetter war, sind wir mit dem Fahrrad gefahren. Ich habe schöne Blumen von meiner Schwester und Ihrer Familie bekommen. Von meinen Eltern habe ich eine wunderschöne Kette und ein Armband von Fossil bekommen! Medikamente brauche ich so keine mehr. Ich nehme Vitamin D und Hormone für die Knochen, sonst bin ich befreit von dem Mist :D Mir geht es super und noch besser, wenn jetzt so langsam die Sonne wieder raus kommt :D :)) Ich habe keine gesundheitlichen Einschränkung, zum Glück, ich geh am Wochenende öfters feiern und tanzen und in der Woche zum Sport, aber ich ruhe mich gerne auch einfach mal ein Tag aus.

WSZE: Stehst du weiter in Kontakt mit Nadja? Wie würdest du euer Verhältnis beschreiben?

Monique: Ich hoffe ich werde Nadja bald wiedersehen, sie hat jetzt angefangen zu studieren und ich habe ja bald meine Abschlussprüfung, deshalb haben wir beide momentan etwas Stress, aber wir schreiben immer wieder mal über Whats App :) und tauschen uns aus... Letztes Jahr haben wir uns nach unserem Treffen in Münster noch zweimal getroffen, wir haben ja noch einen Fernsehbeitrag bei mir gedreht.. und waren alle zusammen bowlen und lecker Essen. Ich finde unser Verhältnis ist so als ob wir uns schon ewig kennen. Ich kann ihr sofort alles erzählen und sie gibt mir immer ein guten Rat, Nadja ist einfach eine tolle Frau mit viel Energie und sie hat genau so Ansichten wie ich vom Leben. Man will was erreichen und viel von der Welt sehen, einfach Urlaub machen und wegfahren und was anderes sehen, sehen wie schön das Leben und die Welt sein kann. Ich denke wir sind beide voller Energie und Lebenslust und haben immer eine positive Einstellung.."Hummel im hintern" Es ist immer wieder unvorstellbar das Nadja wirklich 100 Prozent zu mir passt.. Wie ein großes Wunder immer und immer wieder, wir sind eins.

WSZE: Siehst du dich als Nadjas Zwilling?

Monique: Ob ich mich als Zwilling beschreibe? Ich meine denkt Ihr mal darüber nach, ob es auf dieser Welt jemanden gibt der genau das gleiche Blut mit den gleichen Merkmalen der Zellen hat, der die gleiche Blutgruppe hat, alles identisch. Dass die ganzen Organe im Körper mit dem gleichen Blut versorgt werden, dass das gleiche Blut durch deinen Organismus und Venen läuft von einem eigentlich "fremden Menschen" wie würdet ihr es beschreiben? ich finde immer sowas kann ich nicht in Worten beschreiben, ein Geschenk. Warum? Weshalb? Warum ich? Ich kann es euch nicht beantworten und das Ding ist, darauf werde ich niemals eine Antwort bekommen. Auch wenn wir nicht täglich Kontakt haben wissen wir beide das wir immer auf einander zählen können!

WSZE: Gibt es auch Unterschiede zwischen euch?

Monique: Unterscheiden tun wir uns darin, dass Nadja schon mehr Lebenserfahrung hat, sich besser durchsetzen kann und sagen kann, was sie denkt und was sie von einem hält und was gerade für sie am besten ist zu tun und den Menschen mit zu teilen. Mit einer Sache schneller abzuschließen und was Neues zu beginnen, manchmal das Leben einfach kurz mal einfacher zu sehen als wie ich. Das schätze ich nämlich auch sehr, wenn man mich wieder auf die richtige Spur bringt, um mir klar zu machen das es wichtigeres und schöneres im Leben gibt, als so manche Kleinigkeiten, worüber man sich aufregt oder auch mal traurig ist :) Wir wollten eigentlich dieses Jahr noch ein Wochenende weg fahren zusammen, geplant ist aber noch nichts.

WSZE: Was würdest du Menschen mitgeben, die noch überlegen, ob sie sich registrieren lassen sollen?

Monique: Also ich würde den Menschen mitgeben, dass ich doch das beste Beispiel dafür bin, dass es einfach eine atemberaubende und gute Tat ist, sich registrieren zu lassen. Leben zu retten, ein Gefühl was doch für jeden unbeschreiblich sein sollte und für jeden Patienten ein Geschenk auf dieser Welt ist, die Chance zu bekommen weiter zu leben.