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Spender werden

Lassen Sie sich typisieren, damit Sie als potenzieller Stammzellspender zur Verfügung stehen können, wenn es darauf ankommt ein Menschenleben zu retten!

Ohne finanzielle Hilfe geht es nicht ...

Die Kosten einer Typisierung werden weder durch Bund oder Länder noch durch die Krankenkassen getragen. Daher sind wir auf Ihre finanzielle Hilfe angewiesen.

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In Ihrem Umfeld ist jemand auf eine Stammzellspende angewiesen und Sie möchten eine Typisierungsaktion organisieren? Wir unterstützen Sie gern!

Spenderbericht von Matthias Herzog

TEIL I  Die Spende und die erste Zeit danach

Ein Blick in mein Tagebuch, das ich während meines Krankenhausaufenthalts täglich geschrieben habe, verrät mir, dass ich am Transplantationstag ziemlich schlapp war. Mir war übel und ich hatte in der Nacht zuvor kaum geschlafen. Ich bekam an diesem Tag noch meine letzte Bestrahlung und während ich im Rollstuhl nach unten in den Keller gefahren werden sollte, traf ich auf dem Flur eine Frau mit einer Kiste. Ich fragte sie, ob das das neue Blut meines Spenders sei. Sie lachte und sagte: „Ja, das ist es. Schön, dass ich mal denjenigen treffe, für den die Spende ist, normalerweise ist das nie der Fall.“ Sie wünschte mir alles Gute und ich war beim Wegrollern ganz gerührt. Was für ein schöner Zufall.

Die Transplantation selbst lief kurze Zeit später ziemlich unspektakulär ab. Da hing er, der kleine Stammzellen-Blutbeutel meines Spenders, unscheinbar und sein Inhalt floss in mich hinein. Ich dachte die ganze Zeit: „Herzlich willkommen in meinem Körper, liebe Stammzellen. Lasst es Euch gutgehen hier bei mir. Ich biete Euch ein schönes Zuhause“. Und an meinen Körper gab ich das Signal, die neuen Kumpels als Freunde willkommen zu heißen und sich nicht über sie aufzuregen, weil sie etwas anders sein werden. Während ich das so schreibe denke ich gerade, ein gutes Synonym für unsere heutige Zeit. Wie man sieht, ist alles gut ausgegangen ☺

Die Zeit nach der Transplantation hatte Höhen und Tiefen, lief aber im Vergleich zu den Geschichten anderer Patienten insgesamt erstaunlich unproblematisch ab. Mein Körper rebellierte netterweise kaum auf das neue Blut. Ich hatte allerdings mit massiven Rückenschmerzen zu kämpfen, was dem langen Liegen geschuldet war. Da ich mich als Yogalehrer vorher jeden Tag bewegt hatte, fiel mir das Liegen am Schwersten.
Genau ein Jahr nach meiner Transplantation habe ich wieder angefangen, Yoga zu unterrichten. Von den 40 Tabletten, die ich damals nehmen musste, nehme ich heute keine einzige mehr. Nachwirkungen von der Krankheit sind leichte Nervenschmerzen in den Beinen und in den Händen und ein leichtes Ohrgeräusch, sowie durch den Kalkentzug mehrfach eingebrochene Wirbel, was mich aber nicht vom Yoga abhält ☺




TEIL II  Das erste Treffen mit dem Stammzellspender

Das Treffen mit dem Spender war natürlich überaus aufregend. Der Spender und ich hatten vorher schon ein paarmal Mailkontakt. Er schien ein netter, unkomplizierter Kerl zu sein, so dass ich mich sehr auf das Treffen freute. Da Köln von unseren beiden Wohnorten aus etwa gleich weit entfernt lag, verabredeten wir uns auf der Domplatte. Wir wollten einfach irgendwo etwas Essen gehen und uns kennenlernen. Vorher hatte ich mir viele Gedanken gemacht, was ich ihm als kleines Mitbringsel mitbringen könnte. Da ich ihn so gut wie gar nicht kannte, entschied ich mich, ihn und seine Freundin zum Essen einzuladen und ihm ein symbolisches Geschenk zu machen. Ich besorgte eine Rose von Jericho, im trockenen Zustand ein kleines, vertrocknetes, krümeliges Ding, das aber bei Zugabe von Wasser wieder zu neuem Leben erblühte. Die trockene Rose schien mir als Synonym passend für meinen Zustand bevor ich seine Blutspende bekam, die aufgeblühte Rose für meinen Jetztzustand, die Wiederkehr meiner Lebensgeister.

Das Treffen war sehr, sehr schön. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, meinen Spender und seine Freundin schon ewig zu kennen. Wir suchten uns ein Restaurant in der Nähe des Doms und die Zeit verging mit Klönen und Lachen wie im Fluge. Erst auf dem Rückweg zum Bahnhof fiel uns ein, dass wir noch gar kein einziges Bild gemacht hatten. Mittlerweile war es schon dunkel draußen und mein Zug fuhr in wenigen Minuten, nur noch kurz Zeit um schnell einige Schnappschüsse zu machen.
Dieser Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben und natürlich haben wir uns vorgenommen, in Kontakt zu bleiben.

Laut den Aussagen meines Spender ist das Spenden keine schlimme Sache und kaum mit Unannehmlichkeiten verbunden. Es rettet aber einem anderen Menschen das Leben und Sie können hinterher mit Recht von sich sagen, ein Held zu sein. Wer kann schon von sich behaupten, einem anderen Menschen das Leben gerettet zu haben? Was für eine schöne, großartige Sache. Egal wie es in Ihrem Leben gerade aussieht, dieses schöne und tief befriedigende Gefühl werden Sie den Rest Ihres Lebens in Ihrem Herzen tragen und keiner wird es Ihnen nehmen können. Ist das nicht eine suuuper Sache? ☺

Was möchten Sie den Menschen sagen, die noch unschlüssig sind, ob sie sich als Stammzellspender typisieren lassen möchten?

Das Leben ist so schön. Geben Sie einem Menschen die Möglichkeit, es weiterhin genießen zu dürfen.
Laut den Aussagen meines Spender ist das Spenden keine schlimme Sache und kaum mit Unannehmlichkeiten verbunden. Es rettet aber einem anderen Menschen das Leben und Sie können hinterher mit Recht von sich sagen, ein Held zu sein. Wer kann schon von sich behaupten, einem anderen Menschen das Leben gerettet zu haben? Was für eine schöne, großartige Sache. Egal wie es in Ihrem Leben gerade aussieht, dieses schöne und tief befriedigende Gefühl werden Sie den Rest Ihres Lebens in Ihrem Herzen tragen und keiner wird es Ihnen nehmen können. Ist das nicht eine suuuper Sache? ☺