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Spender werden

Lassen Sie sich typisieren, damit Sie als potenzieller Stammzellspender zur Verfügung stehen können, wenn es darauf ankommt ein Menschenleben zu retten!

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Die Kosten einer Typisierung werden weder durch Bund oder Länder noch durch die Krankenkassen getragen. Daher sind wir auf Ihre finanzielle Hilfe angewiesen.

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Erlebnisbericht unserer Stammzellenspenderin Manuela Kölzer

Manuela Kölzer, ist 36 Jahre alt, verheiratet, Mama von zwei Töchtern (11 und 8) und halbtags als Bürokauffrau tätig. Im Januar 2015 hat sie Stammzellen gespendet. Manuela sagt: „Ich bin froh es getan zu haben und würde es jederzeit wieder tun!“ Lest in ihrem Bericht, wie die Spende abgelaufen ist, und warum Manuela es jederzeit wieder tun würde.

Erlebnisbericht einer Stammzellenspenderin - Manuela Kölzer. Die Typisierung Registrieren lassen habe ich mich im Zuge der Blutspende im März 2001. Meine Eltern sind früher regelmäßig zur Blutspende gegangen und ich war oftmals dabei. Deshalb stand mit 18 für mich fest: Ich möchte auch helfen! Hier wurden damals vielerorts Typisierungsaktionen für erkrankte Menschen organisiert. Ich erkundigte mich damals, ob das Rote Kreuz auch Typisierungen für die Knochenmarkspenderdatei durchführt. Dem war so und somit habe ich mich damals mit der Einverständniserklärung und einem Röhrchen Blut mehr in die Datei aufnehmen lassen. Dass ich mit mehr als meinem Blut helfen wollte lag mitunter vielleicht auch daran, dass mein Bruder 1997 schwer erkrankte und er unter anderem Blutbestandteile zugeführt bekommen musste.

Vorbereitung der Stammzellspende Rund 13 Jahre nach meiner Typisierung kam ein Brief der WSZE mit der Bitte nochmals Blut abzugeben um die genaueren Merkmale bestimmen zu können. Ich war sehr aufgeregt und habe mich sehr darüber gefreut, eventuell mit meinen Blutstammzellen helfen zu können. Also habe ich im Mai 2014 nochmals Blut eingeschickt. Der nächste Brief erreichte mich dann im September 2014 mit der nochmaligen Bitte etwas Blut abzugeben um den so genannten Bestätigungstest durchzuführen. Ende September stand dann fest, dass ich als Spender geeignet bin. Leider war es nicht gleich möglich, bei dem Patienten eine Transplantation durchzuführen. So wurde ich bis zum 23.12.2014 für diesen Patienten reserviert. Am 10.12.2014 hat die WSZE sich telefonisch auf der Arbeit gemeldet und mir berichtet, dass der Empfänger nun transplantationsfähig sei und wir vereinbarten gleich 7 Tage später einen Termin zur Voruntersuchung. Ich war sehr froh zu hören, dass der Patient nun "bereit" für die Spende war, war zudem aber auch sehr aufgeregt.

Die Stammzellentnahme Die Blutstammzellen konnten bei mir mit der Apheresemaschine aus dem Blut entnommen werden. Zwar wurde ich bei der Voruntersuchung auch darüber aufgeklärt, dass der Patient als Empfänger sehr schwer wäre und sich die Spendemenge der Blutstammzellen nach dem Empfängergewicht richte, ennoch hat mein Körper gut "mitgearbeitet" und so brauchte ich kein Knochenmark aus dem Beckenkamm zu spenden. Bei der Voruntersuchung bekam ich schon die Spritzen mit dem Wachstumshormon Granocyte mit. Ebenso Schmerzmittel um die Begleiterscheinungen wie Kopf- und Gliederschmerzen einzudämmen. Mit den Bauchspritzen sollte ich 3 Tage vor der Spende beginnen. Ich habe mir noch nie selbst Spritzen gesetzt und war tierisch aufgeregt. Letzten Endes hat es aber gut geklappt. Ich hatte hier und da Kopf- und Gliederschmerzen, durfte dagegen aber auch Schmerzmittel nehmen. Ich konnte auch noch arbeiten gehen. Am Vortag bin ich dann nach Ratingen angereist und habe dort im Hotel übernachtet. Das wurde alles durch die WSZE organisiert. Am Spendetag durfte ich noch ausgiebig frühstücken und um 08:00 Uhr sollte ich dann in der Spenderzentrale sein. Dort angekommen wurde mir ein Zugang am linken Handgelenk gelegt. Darüber wurde das Blut aus der Apheresemaschine zurückgeführt, in der rechten Armbeuge wurde mir eine "Blutspendenadel" gelegt um das Blut zu entnehmen und durch die Apheresemaschine die Blutstammzellen "herauszufiltern". Bis auf die Aufgeregtheit ging es mir sehr gut. Diese legte sich aber nach einiger Zeit und ich konnte mir Filme über die Spendedauer anschauen. Nach circa fünf Stunden Spendezeit entschied die Ärztin, den Zyklus zu beenden und dann nach zu schauen, ob es genug Stammzellen sind. Ich durfte erstmal etwas essen gehen und einen Spaziergang an der frischen Luft machen. Nach circa einer Stunde stand fest, dass ich genug gespendet habe und durfte sofort die Heimreise antreten.

Der Empfänger Was ich weiß ist, dass es ein Patient aus dem nahen Ausland ist, der 95 kg (was als Empfängergewicht wohl "schwer" ist) wiegt. Ich hätte schon gerne mehr erfahren, beispielsweise welches Land. Für die eigentliche Spende an sich war es mir nicht wichtig zu wissen, wer die Blutstammzellen bekommt, nur der Aspekt der Hilfe stand/steht im Vordergrund! Generell hätte ich nichts dagegen, den Patienten kennenzulernen. Leider hat die Klinik trotz mehrmaliger Anfrage durch die WSZE bis heute noch nicht geantwortet. Das finde ich sehr schade, ich würde schon gerne wissen, ob es "meinem" Patienten gut geht. Ich denke heute noch sehr oft, wenn nicht sogar täglich an den Patienten obwohl ich ihn nicht kenne.

Warum ich wieder spenden würde Mit Sicherheit hat die Spende mir so Einiges mit auf den Weg gegeben. Ob ich jetzt "bewusster" im Sinne von gesünder lebe, denke ich nicht, aber ich genieße mehr. Mache Dinge, für die ich mir vorher keine Zeit genommen habe.

Auf jeden Fall würde ich wieder spenden. Ich finde es wichtig Menschen zu helfen, deren letzte Hoffnung an etwas hängt, was man eigentlich mit sich herumträgt. Ich selbst denke oftmals darüber nach, wie es einem selbst oder auch Familienmitgliedern in dieser Situation ginge in der man Blutstammzellen benötigt aber keinen geeigneten Spender findet. Deshalb finde ich es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich registrieren lassen, um ein möglichst grosses Feld abzudecken.

Februar 2016