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Spender werden

Lassen Sie sich typisieren, damit Sie als potenzieller Stammzellspender zur Verfügung stehen können, wenn es darauf ankommt ein Menschenleben zu retten!

Ohne finanzielle Hilfe geht es nicht ...

Die Kosten einer Typisierung werden weder durch Bund oder Länder noch durch die Krankenkassen getragen. Daher sind wir auf Ihre finanzielle Hilfe angewiesen.

Organisieren Sie eine Typisierungsaktion!

In Ihrem Umfeld ist jemand auf eine Stammzellspende angewiesen und Sie möchten eine Typisierungsaktion organisieren? Wir unterstützen Sie gern!

Erfahrungsbericht unseres Knochenmarkspenders Florian Mayer

Erlebnisbericht einer Stammzellenspenderin - Manuela Kölzer. So war meine Knochenmarkspende:

Gerne möchte ich von meiner Knochenmarkspende erzählen, um vielen Leuten die Angst vor der Knochenmarkspende zu nehmen.

Die Knochenmarkspende ist eine wichtige Angelegenheit, da man vielleicht ein Leben retten kann. Mitte November kam der Brief von der Westdeutschen SpenderZentrale, mit dem alles seinen Lauf nahm.

1. Station Hausarzt

In einem freundlichen Telefonat wurde mir mitgeteilt, dass ich bei meinem Hausarzt 8 Blutröhrchen abnehmen lassen soll. Hierfür sollte ich einen Termin vereinbaren.

Nachdem ich den Termin vereinbart hatte, wurde mir das benötigte Material per Post zugesendet. Bei meinem Hausarzt ging die Blutabnahme recht schnell. Jeweils 4 Röhrchen wurden an 2 verschiedene Stellen geschickt.

Im Dezember kam der Bescheid, in dem stand, dass ich der potenzielle Spender für eine/n Patienten/in bin.

In dem Brief stand leider auch, dass der Empfänger aus gesundheitlichen Gründen noch nicht in der Lage war, meine Spende zu empfangen. Somit wurde ich bis Mitte März reserviert.


2. Checkup

Noch im Dezember erhielt ich die Einladung zur Voruntersuchung. Dem Empfänger ging es soweit besser.

Am 13. Januar fuhr ich mit meiner Lebensgefährtin nach Ratingen-Breitscheid zur Voruntersuchung

Bei der Voruntersuchung wurde ich komplett auf den Kopf gestellt. Einen besseren Gesundheitscheck kann man nicht bekommen. Es wurde EKG, Urintest, 12 Blutröhrchen abgenommen und Blutdruck getestet. Ich musste auch einen Fragebogen ausfüllen. Im Anschluss hatte ich ein Vorgespräch mit der Ärztin. Sie erklärte mir die darauf folgenden Abläufe, wie es weiter ging. Sie erklärte mir auch, dass wenn ich eine Woche vorher absage, dies für den Empfänger ein Todesurteil bedeuten könnte. In dieser besagten Woche würde der Empfänger auf die Transplantation vorbereitet werden, und hierfür würde sein Immunsystem heruntergefahren werden.

Diese enorme Verantwortung ließ mich nicht ohne Furcht. Ich hoffte, dass alles gut geht und ich dem / der Kleinen helfen könnte.


3. Kurze Entnahme

Am 1. Februar war es dann soweit. Ich fuhr mit meiner Lebensgefährtin nach Düsseldorf. Wir fuhren extra früh los, um einen schönen Nachmittag in der Düsseldorfer Altstadt zu verbringen. Gegen Abend fuhren wir dann nach Düsseldorf-Rath zum Augusta-Krankenhaus, wo ich stationär aufgenommen wurde. Meine Lebensgefährtin fuhr zum Hotel. An dem Abend wurde ich so langsam nervös und hatte ein wenig Angst.

Einen Tag später kam ich dann in den OP. Während ich schlief, haben mir die Ärzte 550 ml Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Die Entnahme dauerte nur 10 Minuten.


4. Keine Angst

Nach der OP fühlte ich mich erleichtert. Mein Körper fühlte sich an, als hätte er einen heftigen Muskelkater. Kurz darauf kam meine Lebensgefährtin aus dem Hotel zu mir.

Meine Lebensgefährtin und die Krankenschwestern versorgten mich sehr gut. Mir fehlte es an nichts.

Von der 1. Minute fühlte ich mich super betreut. Es dauerte zwar ein wenig bis ich laufen durfte, aber dafür ging es mir stündlich besser. Noch am selben Tag wurde ich von der Ärztin entlassen. Von ihr erfuhr ich, dass der Empfänger aus Frankreich stammt.

In 100 Tagen kann ich bei der Westdeutschen SpenderZentrale anrufen und mich erkundigen, wie es dem kleinen Kind geht. Ich wünsche mir, dass alles geklappt hat.


5. Jederzeit wieder

Bei der Frage, ob ich nochmal jemals Knochenmark spenden würde, wäre meine Antwort „Jederzeit“. So muss ich allerdings nun 2 Jahre pausieren. Ich finde es wichtig, wenn die Möglichkeit besteht, mit einer Knochenmarkspende zu helfen.

Der persönliche Einsatz ist sehr gering. Meine Schmerzen gingen schnell weg und waren nicht wirklich groß.

Die finanzielle Aufwendung, wie z. B. Hotelkosten, Fahrtkosten oder Verpflegung wurden von der Westdeutschen SpenderZentrale übernommen.

Im Großen und Ganzen ist es eine sehr gute Sache.

Man kann ein Menschenleben retten ohne großen eigenen Aufwand.