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Spenderbericht von Matthias Herzog

„Ich war 40 Jahre alt, als die ersten Beschwerden aufgetreten sind“, erinnert sich Edith Richter. Zunächst sucht sie eine Urologin auf, doch erst ihr Hausarzt schickt sie schließlich ins Krankenhaus. Im Blutbild war unter anderem ein Eisenmangel aufgefallen. Im Krankenhaus dann der Schock: Sie ist an Leukämie erkrankt

„Zuerst wollten die Ärzte aufgrund meines Alters nur eine Chemotherapie durchführen“, sagt Edith Richter. Doch damit gibt sie sich nicht zufrieden: Sie sucht weitere Krankenhäuser auf, bis schlussendlich die Möglichkeit einer Knochenmarktransplantation auftaucht. „Die Ärzte sagten aber, dass der Spender aus meiner Familie kommen muss“, sagt Edith Richter. Und tatsächlich käme ihre Schwester als Spenderin in Frage – aber sie zögert zuerst, hat Angst vor den möglichen Folgen einer Spende. Erst nach viel Überzeugungsarbeit erklärt sich schließlich ihre Schwester Erika einverstanden.

Fast ein Jahr nach der Diagnose ist es dann soweit – Edith Richter wird das Knochenmark ihrer Schwester transplantiert. „Das war schon eine schwere Zeit“, erinnert sich Edith Richter. „Die Ruhe und die Einsamkeit im sterilen Zimmer muss man aushalten.“ Denn nachdem das Immunsystem zerstört wurde dauert es einige Zeit, bis das transplantierte Knochenmark diese Aufgaben übernehmen kann. Vor allem viele Anrufe von Freunden haben ihr in dieser Zeit geholfen.

Den Tag der Transplantation im Oktober 1988 empfindet Edith Richter als eine Art „zweiten Geburtstag“, den sie immer noch feiert. Heute, 28 Jahre nach der Spende, geht es ihr trotz weiterer, späterer Krebserkrankungen gut: „Dass ich noch lebe, ist ein Geschenk.“ Genauso machte sie auch ihrem Sohn Mut, die weiteren Untersuchungen anzutreten, die vor einer möglichen Spende stehen. Leider stellte sich dabei schlussendlich heraus, dass Frank Richter doch nicht als Spender in Frage kommt. Dennoch bleibt Edith Richter positiv: „Ich möchte jedem Mut machen: es lohnt sich, es zu wagen und eine Transplantation durchzuführen.“