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Die Geschichte von Carmen

Begonnen hat alles vor inzwischen gut sieben Jahren. Nachdem ich mich wochenlang schlapp fühlte, schickte mein Hausarzt mich zu weiteren Abklärung zu einem Internisten, hier bekam ich die Diagnose: Leukämie, AML. Und das Räderwerk setzte sich in Gang. Nach der genauen genetischen Analyse meiner Leukämie gingen die Ärzte davon aus, dass eine ausschließliche Behandlung mit fünf Chemozyklen zu einer Heilung führen könne. Fünf Chemozyklen, das bedeutete jeweils mindestens drei Wochen Krankenhausaufenthalt (mit kurzen Zwischenaufenthalten zu Hause), wovon ich die meiste Zeit isoliert wurde, da mein Immunsystem nach den Chemotherapien komplett lahmgelegt war. Meine Familie konnte nur mit Mundschutz, Kittel und Handschuhen zu mir, Essen durfte ich nur gut durchgegartes, Hygiene war äußerst wichtig, Desinfektionsmittel der ständige Begleiter.

Nachdem ich die Chemoblöcke beendet hatte, kam leider nach vier Monaten das Rezidiv, eine Stammzelltransplantation war unumgänglich. Die Spendersuche gestaltete sich schwieriger als erhofft. Während der wieder notwendigen Chemotherapie hofften und bangten wir, dass sich ein passender Spender finden würde. Endlich, nach einigen endlos erscheinenden Wochen, kam dann die Meldung, dass ein Spender gefunden worden war. Er stimmte zwar nicht in allen Merkmalen mit mir überein, ein komplett passender Spender wurde aber nicht gefunden. Meine letzte Option, meine Rettung. Der Transplantation voraus ging eine weitere Chemotherapie, die nicht nur mein Immunsystem, sondern auch mich komplett lahmlegte. In der Nacht nach der Transplantation hatte ich das Gefühl, dass ich mich in einer Zwischenwelt befand. Und dann ging es jeden Tag ein Stück aufwärts. Es traten auch Komplikationen auf, die man aber gut in den Griff bekam. Die Abstoßreaktionen fielen nicht so heftig aus wie erwartet, obwohl mein Spender und ich nicht in allen untersuchten Merkmalen übereinstimmten. 22 Tage nach der Transplantation konnte ich endlich wieder nach Hause, zu meinem Mann, meinen Kindern (die damals 11 und 8 Jahre alt waren) und zu meinen Eltern.

Die Rückkehr ins Leben stellte jeden Tag eine Herausforderung dar: regelmäßige Medikamenteneinnahme, wöchentliche Kontrolluntersuchungen in der Uniklink, besondere Vorsicht beim Essen, erhöhte Hygiene. Dazu kam, dass ich einfach nur kraftlos war. Alleine die Bewältigung der Treppen im Haus führte mich an meine Grenzen. Aber auch hier ging es jeden Tag ein Stück weiter, in kleinen Schritten, aber weiter. Auch heute noch benötigt meine Haut viel Pflege und Aufmerksamkeit, meine Augen schmerzen häufig, die Leber ist noch in Mitleidenschaft gezogen, der Alltag zu Hause zeigt Grenzen auf, ich ermüde schnell, z. T. so, dass ich im Sitzen von jetzt auf gleich einschlafe.

Aber ich lebe!, bin zu Hause bei meiner Familie, genieße das, was ich habe und bin jeden Tag dankbar für den Menschen, der mir das ermöglicht hat: meinen Spender, den ich auch schon kennenlernen durfte. Dank für eine solche Bereitschaft gibt es nicht genug und ist auch nicht in Worte zu fassen, er hat mir mein (Weiter-)Leben geschenkt, ein Geschenk des Himmels.

Um auch für andere Betroffene diesen Weg zu ermöglichen, nahm ich Anfang Januar an einer Registrierungsaktion der WSZE in Niederzissen im Rahmen eines Blutspendetermins des DRK teil. Die Tatsache, dass schon sehr viele der Blutspender, die wir angesprochen haben, in Spenderdateien registriert sind, hat mich erstaunt und natürlich gefreut. Von den noch nicht Registrierten haben sich dann auch viele bereit erklärt, dies noch im Rahmen ihrer Blutspende zu machen. Die Atmosphäre in Niederzissen war sehr heiter und gelöst und immer wieder wurden auch Fragen an uns herangetragen, was das Interesse der Anwesenden zeigte. Ich würde mich wirklich freuen, wenn sich noch viele Spender finden würden, die sich registrieren lassen und sich so die Chance für andere Leukämiepatienten erhöhen, ihren genetischen Zwilling zu finden.