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Spender werden

Lassen Sie sich typisieren, damit Sie als potenzieller Stammzellspender zur Verfügung stehen können, wenn es darauf ankommt ein Menschenleben zu retten!

Ohne finanzielle Hilfe geht es nicht ...

Die Kosten einer Typisierung werden weder durch Bund oder Länder noch durch die Krankenkassen getragen. Daher sind wir auf Ihre finanzielle Hilfe angewiesen.

Organisieren Sie eine Typisierungsaktion!

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Sie sind jetzt „Blutsschwestern“

Zweimal innerhalb von wenigen Jahren die gleiche Diagnose zu bekommen ist hart. Dabei nie den Lebensmut zu verlieren ist schwierig. Dem lebensrettenden, genetischen Zwilling gegenüber zu stehen ist ein besonderes Erlebnis. Für Regine Möllenbeck aus Essen eine Erfahrung, die sie im Zentrum für Transfusionsmedizin Breitscheid jetzt erleben durfte.

Regine und Sabine sind jetzt Blutsschwestern Bereits 2008 wurde bei ihr die Diagnose „Leukämie“ festgestellt und erfolgreich behandelt. Dann im Januar 2010 der Rückschlag. Beim Joggen kommt die Erschöpfungsphase schneller als sonst und auch das Treppensteigen macht Probleme. Erneut stellen die Ärzte die Diagnose. Jetzt muss ein Spender gesucht werden. Bei drei Brüdern, so glauben die Mediziner, kein Problem einen passenden Spender zu finden. Doch die Untersuchungen sagen etwas anderes. Keiner der Brüder kann helfen. Jetzt muss weitergesucht werden. Und tatsächlich: Das Zentrale Knochenmarkspenderegister Deutschland (ZKRD) in Ulm findet aus der Datei der Westdeutschen Spenderzentrale den genetischen Zwilling. Mehr erfährt sie vorerst nicht. Zwei Jahre werden Name und Adresse unter Verschluss gehalten, erst dann können sich Spender und Empfänger kennen lernen – wenn beide es wünschen.

Sabine Meier, seit vielen Jahren schon Blutspenderin beim Deutschen Roten Kreuz, hatte sich während einer Blutspendeaktion typisieren lassen und war so in die Knochenmarkspenderdatei gekommen. „Ich habe das gemacht, weil man ja weiß, dass man helfen kann“, so die einfache Erklärung für den Grund dieser Hilfsbereitschaft. Die 54jährige ist der genetische Zwilling von Regine Möllenbeck. Schon Tage vor der Stammzellspende bereitete sich die Rheinland-Pfälzerin auf den Entnahmetag vor. Ein paar grippeähnliche Symptome musste sie über sich ergehen lassen. Dann war es soweit. In Ratingen-Breitscheid stand das Team des Blutspendedienstes bereit, um die für Regine Möllenbeck überlebenswichtigen Stammzellen zu entnehmen. Über vier Stunden dauerte das Procedere. „Gegen das, was die Patientin mitmachen musste, war das doch eine Kleinigkeit“, lacht Sabine Meier heute. „Aber nach meiner Spende gab es in meinen Umfeld viele die sich an einer Typisierungsaktion beteiligt haben“.

Nun, nach zwei Jahren ist die Wartefrist vorbei und beide haben sich entschlossen endlich Kontakt zueinander aufzunehmen. Anke Hellmig, Koordinatorin der Westdeutschen Spenderzentrale hat den Termin organisiert. Schon auf dem Parkplatz des Blutspendezentrums in Ratingen treffen sich die Beiden. Zunächst noch sehr verhalten. Dann bei Kaffee und Plätzchen kommt man sich näher. Zusammen werden Informationen ausgetauscht. Wie war das damals? Warum wird man zur Spenderin? Wie hat man die Krankheit festgestellt? Fragen über Fragen. Dazu die Antworten. Zur Auflockerung gibt es noch eine Führung durch das Blutspendezentrum. Am Abend gibt es dann noch ein leckeres Abendessen, bei dem die Ehemänner auch dabei sind und man sich noch besser kennenlernen kann.

Ein Tag, an dem sich zwei fremde Frauen näher kommen. Weil sie jetzt „Blutsschwestern“ sind.