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Spender werden

Lassen Sie sich typisieren, damit Sie als potenzieller Stammzellspender zur Verfügung stehen können, wenn es darauf ankommt ein Menschenleben zu retten!

Ohne finanzielle Hilfe geht es nicht ...

Die Kosten einer Typisierung werden weder durch Bund oder Länder noch durch die Krankenkassen getragen. Daher sind wir auf Ihre finanzielle Hilfe angewiesen.

Organisieren Sie eine Typisierungsaktion!

In Ihrem Umfeld ist jemand auf eine Stammzellspende angewiesen und Sie möchten eine Typisierungsaktion organisieren? Wir unterstützen Sie gern!

Entnahme von Stammzellen aus dem peripheren Blut


Dieses Verfahren ist heutzutage die vorwiegend angewandte Methode. Hierbei gewinnt man die zur Transplantation benötigten Stammzellen aus dem Venenblut des Spenders. Dafür muss zunächst die Zahl der Stammzellen im Blut erhöht werden.
Hierzu ist eine viertägige Vorbehandlung des Spenders mit dem Botenstoff G-CSF erforderlich. Das Medikament wird zweimal täglich unter die Haut gespritzt. Dieser Botenstoff wird auch auf natürliche Weise im menschlichen Organismus gebildet, z.B. bei Infektionen. Er bewirkt, dass vermehrt weiße Blutzellen gebildet werden und Stammzellen vom Knochenmark in das periphere Blut übertreten.

Als Nebenwirkungen der G-CSF-Behandlung können oft grippeähnliche Symptome wie Gliederschmerzen, hauptsächlich im Bereich des Beckens, der Schulter sowie des Brustbeines, oder Kopfschmerzen auftreten, die mit herkömmlichen Schmerzmitteln gut gelindert werden können und nach Ende der Behandlung wieder abklingen.

Unerwünschte Langzeiteffekte des natürlichen, d.h. auch in unserem Körper vorkommenden, Botenstoffes G-CSF sind seit Beginn seines Einsatzes im Jahre 1989 nicht bekannt geworden.

Zur eigentlichen Stammzellgewinnung benutzt man ein spezielles Verfahren, welches Stammzellapherese genannt wird. Bei dieser Methode wird das Blut des Spenders in einem ständigen Kreislauf aus einer Armvene durch einen Zellseparator geleitet und wieder zurückgeführt. Die Stammzellseparation wird im Zentralbereich Stammzelle des DRK-Blutspendedienst West in Ratingen-Breitscheid durchgeführt und dauert in der Regel vier bis fünf Stunden. In einigen Fällen muss sie am folgenden Tag wiederholt werden, um die benötigte Menge von Stammzellen zu erhalten.
Die Spende wird ambulant durchgeführt. Es ist kein stationärer Aufenthalt mit operativem Eingriff und Narkose erforderlich.

Entnahme von Stammzellen durch Punktion des Beckens


Bei diesem Verfahren zur Stammzellgewinnung wird Knochenmark durch Punktion des Beckenkamms entnommen. Der Eingriff wird stationär im Augusta-Krankenhaus Düsseldorf durchgeführt, der Spender bleibt für max. 2 Nächte im Krankenhaus.

Um die Knochenmarkzellen schmerzlos entnehmen zu können, erhält der Spender eine Vollnarkose. Das Knochenmark lässt sich am besten aus dem Beckenkamm entnehmen. Dabei wird, je nach Gewicht des Patienten, zwischen 0,5 und 1,5 Liter Knochenmark durch eine Punktionsnadel abgesaugt.
Die Entnahme dauert maximal eine Stunde.
Da es bei der Punktion zu einem größeren Blutverlust kommt, wird gegebenenfalls zwei bis drei Wochen vor dem Eingriff eine Eigenblutentnahme durchgeführt. Die so gewonnene Blutkonserve wird dem Spender während des Eingriffes zugeführt. Die entnommene Menge an Knochenmark wird im Körper innerhalb weniger Wochen nachgebildet.

Wichtiger Hinweis:
Das Knochenmark ist nicht mit dem Rückenmark zu verwechseln.
Knochenmark ist blutbildendes Gewebe, das in bestimmten Knochen (vor allem im Beckenknochen) vorkommt.
Rückenmark liegt in der Wirbelsäule und ist Teil des Nervensystems, das nicht transplantiert werden kann!