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Spender werden

Lassen Sie sich typisieren, damit Sie als potenzieller Stammzellspender zur Verfügung stehen können, wenn es darauf ankommt ein Menschenleben zu retten!

Ohne finanzielle Hilfe geht es nicht ...

Die Kosten einer Typisierung werden weder durch Bund oder Länder noch durch die Krankenkassen getragen. Daher sind wir auf Ihre finanzielle Hilfe angewiesen.

Organisieren Sie eine Typisierungsaktion!

In Ihrem Umfeld ist jemand auf eine Stammzellspende angewiesen und Sie möchten eine Typisierungsaktion organisieren? Wir unterstützen Sie gern!

Das Abenteuer einem Menschen das Leben zur retten!

Bei einer Blutspende im Jahre 2009 habe ich erfahren, dass man sich bei der Westdeutschen SpenderZentrale (WSZE) als Stammzellspender typisieren lassen kann.

Aus dem Bauch heraus habe ich entschieden, mich heute typisieren zu lassen. Einfach so!

Als wenige Monate später der Anruf von der SpenderZentrale kam, war ich überrascht, denn ich hatte im Ernst nicht damit gerechnet, tatsächlich Spender zu werden. Aber die Entscheidung war gefallen. Wenn meine HLA-Merkmale passend sind, werde ich spenden - mit allen Konsequenzen. Neugierig auf das, was da auf mich zukommt, habe ich die nächste Zeit abgewartet.

Die Einladung zur Voruntersuchung dauerte etwas. Jedoch waren Anreise, Voruntersuchung und Aufklärungsgespräch sehr angenehm. Es wurden mir beide Möglichkeiten zur Stammzellspende erläutert, um meine Entscheidung zur Spende zu vereinfachen. Für mich war klar, dass ich Knochenmark spenden werde, da mir die Prozedur mit dem Spritzen zur Erhöhung der Anzahl der Stammzellen, unsympathisch war.

Die Zeit zwischen Untersuchung und Spende verging wie im Flug. Eine leichte freudige Anspannung war immer mit dabei. Schließlich ging es dabei um eines der größten Abenteuer, dass ich erleben durfte.

Die Anreise zur Entnahmeklinik erfolgte einen Tag vorher, da der Entnahmetermin morgens früh geplant war. Die Anreise hatte recht gut geklappt. Nur die Aufnahme im Krankenhaus war etwas holprig, da ich etwas länger warten musste. Zimmer bezogen, danach noch einen Spaziergang durch den Düsseldorfer Stadtwald gemacht und noch eine Kleinigkeit gegessen. Nach dem Essen wurde mir ein Beruhigungsmittel angeboten, um besser schlafen zu können, was ich dankbar annahm.

Trotz Beruhigungsmittel war die Nacht recht unruhig und kurz. Recht früh weckte mich das Krankenhauspersonal, um mich OP-fertig zu machen. Die Zeit zog sich hin. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis das OP-Bett mit mir Richtung OP geschoben wurde. Im OP angekommen ging es dann recht schnell: Begrüßung durch die Entnahmeärztin, umlagern auf den OP-Tisch und Narkose, dann ……………….

Licht aus!

Gegen Mittag wurde ich zum ersten Mal wach und bin gleich wieder eingeschlafen. Gegen 14 Uhr haben sich der Hunger und die ersten Lebensgeister gemeldet. Mit wackeligen Knien und Armen aufgerichtet und etwas gegessen und danach angezogen. Die Müdigkeit hat mich dann wieder aufs Bett gezogen.

Nach einem kurzen Nickerchen kam die Entnahmeärztin zu Besuch. Alles sei sehr gut gelaufen und die Stammzellen seien jetzt schon unterwegs. Die Zellen würden wohl ganz grob in Richtung meiner Heimat gehen, meinte sie.

So langsam waren alle Lebensgeister wieder mit von der Partie und ich freute mich schon auf meine Verabredung für diesen Abend. Eine Schulfreundin holte mich ab, um etwas zu quatschen und eine Kleinigkeit zu essen.

„Ich will Sie nicht in einem öffentlichen Verkehrsmittel sehen!“, sagt streng die Stationsärztin. Mit dem Hinweis auf die kleine Pizzeria am Stadtwald verabschiedeten wir uns. Das Essen war sehr lecker, der Abend schnell vorbei, da es viel zu reden gab.

Als ich wieder auf der Station angekommen bin, meldete ich meine Rückkehr an, was freudig erwidert wurde. Auf Zimmer gehen, bettfertig machen und schon war der Tag gelaufen.

Am nächsten Morgen schon recht früh wach gewesen, fertig gemacht, Koffer gepackt, gefrühstückt und dann das Zimmer geräumt. Leider dauerte die Übergabe der Entlassungspapiere sehr lange, so dass ich erst nach 12 Uhr aus der Klinik kam. Zum Glück hatte ich keinen festen Zug gebucht.

Ein leichtes Kratzen, dass immer stärker wurde begleitete meinen Heimweg. Was als Kratzen im Hals anfing, wurde zu einer handfesten Erkältung. Meine Hausärztin schrieb mich zwei Wochen krank, was besser war, da mein damaliger Beruf schon ein bisschen gefährlich war.

Zeitsprung!

Ein dreiviertel Jahr später kam die Anfrage zur Lymphozytenspende, die leider wegen eines Virusinfektes noch nicht stattfinden konnte. Etwas über ein Jahr nach der Erstspende war es soweit. Die Lymphozytenspende konnte stattfinden.

Termin festgelegt, Zug gebucht und los. Am Vorabend im Hotel eingecheckt, wieder einen Spaziergang gemacht und ab ins Bett. Und wieder früh wach gewesen, fertig gemacht, danach Frühstück und Auschecken. Anstatt ein Taxi zu nehmen, zog ich es vor zu Fuß zur Entnahmestation der WSZE zu gehen, um etwas Bewegung zu haben.

„Sie sind ja schon da!“ wurde ich begrüßt. Also nochmal kleine Geschäfte erledigt und dann auf den superbequemen Entnahmestuhl. Nochmal kurz durchgestreckt, danach wurde ich an die Maschine angeschlossen. Vier Stunden die Arme stillhalten! Nicht kratzen können, kein WC-Gang! Das mit dem Kratzen war einfach: „Hallo einmal kratzen bitte!“ Gegen den Durst halfen Bonbons, gegen die Langeweile Filme auf den riesigen Monitoren. Nach zwei Naturdokus und einer Komödie war die Zeit doch recht schnell vorbei. Von der Maschine getrennt, gab es erst mal einen Kondensstreifen Richtung WC.

LOL! Mittagessen in der Kantine der SpenderZentrale eingenommen und dann nix wie Heim! Alles gut gelaufen!

Kurz vor Ende der 2 Jahresfrist, kam ein Brief aus Ratingen, indem ich gefragt wurde, ob ich meine Kontaktdaten freigebe. Natürlich JA! Brief mit den Angaben, die ich freigeben will ausgefüllt und ab nach Ratingen damit.

Ein paar Tage später kam ein Brief zurück mit den Daten der Empfängerin. Mmh etwas älter als ich, aber allein die Vorwahl der Telefonnummer lies mich auf den Gedanken kommen, dass die Empfängerin nicht allzu weit weg wohnt. Also ran an die Tasten und an die mitgelieferte Email eine Nachricht geschrieben. Einen Tag später klingelte das Telefon und die Empfängerin meldete sich. Sie wohnt in Südhessen nahe Mannheim, was einem Treffen zugute kam.

Zwei Wochen später fand das erste Treffen bei ihr zuhause statt. Von ihr und ihrer Familie wurde ich herzlich begrüßt. Es gab ein langes Gespräch mit Kaffee und Kuchen.

Eine riesige Dankbarkeit lag in der Luft und sie schilderte mir den Verlauf ihrer Krankheit. Leider machen ihre Organe nicht so mit, wie sie es sollten.

Wir hatten uns noch mehrmals gesehen, bis ich 3,5 Jahre nach der Erstspende erfahren habe, dass sie verstorben ist. Mehrere Organe haben nicht mehr mitgemacht, trotz erfolgreicher Transplantation.

Für mich war die Knochenmarkspende das größte Abenteuer meines Lebens nach meinen Kindern.


Ich würde jederzeit wieder das tun, was ich getan habe!


Jedes Jahr am 22.09. feiere ich einen kleinen Geburtstag. Warum?

Weil ich einem Menschen wieder ein Stück Leben schenken durfte.

An Alle die zweifeln, ob sie sich typisieren lassen sollen: Es ist ein grandioses Gefühl, was Gutes getan zu haben. Ich bin als Knochenmarkspender registriert, Spende regelmäßig Blut und ich besitze einen Organspendeausweis.

Denkt darüber nach, wie ihr euch fühlen würdet, wenn ihr in eine solche Notlage kommt und diese Hilfe dringend benötigt. Helfen kann Jeder, egal wie!