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Spender werden

Lassen Sie sich typisieren, damit Sie als potenzieller Stammzellspender zur Verfügung stehen können, wenn es darauf ankommt ein Menschenleben zu retten!

Ohne finanzielle Hilfe geht es nicht ...

Die Kosten einer Typisierung werden weder durch Bund oder Länder noch durch die Krankenkassen getragen. Daher sind wir auf Ihre finanzielle Hilfe angewiesen.

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In Ihrem Umfeld ist jemand auf eine Stammzellspende angewiesen und Sie möchten eine Typisierungsaktion organisieren? Wir unterstützen Sie gern!

"Der Transport der lebensrettenden Zellen ist für mich eine Herzensangelegenheit"























Christina, 55 Jahre aus der Nähe von Frankfurt ist Stammzellkurierin bei time:matters. Ihre Aufgabe ist es, die Stammzellspende zum Empfänger zu bringen - und sie dabei nie aus den Augen zu lassen. Hier berichtet Sie von ihrer ungewöhnlichen Aufgabe.

Nebenberuflich arbeite ich als Stammzellkurierin, da ich im Vorruhestand bin. Der Transport der lebensrettenden Zellen ist für mich eine Herzensangelegenheit. Der Gedanke, schwer kranken Menschen helfen zu können damit sie wieder gesund werden steht dabei im Vordergrund.

Als Voraussetzung sollte man sehr gewissenhaft und verantwortungsbewusst sein. Flexibilität und gute Englisch Kenntnisse sind sehr wichtig. Reiseerfahrung und jede weitere Fremdsprache sind bei den Auslandstransporten natürlich auch sehr hilfreich. Vor dem ersten Auftrag gibt es ein ausführliches Bewerbungsgespräch und daraufhin einen psychologischen Eignungstest. Nicht jeder ist geeignet für den Job als Stammzellkurier.

Monatlich mache ich etwa zwei Transporte, auch mal drei, das kommt ganz auf die Länge der Einsätze an. Alle Transporte werden per Email oder auch SMS angefragt und man kann sich auf einem internen Portal bewerben. Viele Transporte gehen nach Italien, USA, Polen und generell weltweit. Vor jedem Transport findet ein ausführliches Briefing statt, sodass ich immer bestens vorbereitet bin. Bei der Übernahme der Zellen müssen allen Daten (Spendernummer/Patientennummer) genauestens mit den vorhandenen Unterlagen abgeglichen werden, das Gleiche passiert natürlich wieder bei der Übergabe am Zielort.

Beim Transport ist es besonders wichtig, dass die Kühlung eingehalten wird. Außerdem darf man die Box niemals aus den Augen lassen. In der Bahn wie auch im Flugzeug muss die Box immer bei mir sein, auch bei jedem Toilettengang. Für die Sicherheitskontrollen am Flughafen wird der Transport vorab angemeldet. Zur Sicherung wird dann ein Sprengstofftest gemacht, gelegentlich muss die Box auch geöffnet werden. Wichtig ist, dass die Stammzellen niemals durchleuchtet werden, da sie dadurch beschädigt und somit unbrauchbar werden können. Sollte dies verlangt werden, werden die Stammzellen vorher von mir aus der Box genommen und die leere Box wird geröntgt. Es ist wichtig alle Dokumente zu prüfen und an den Kontrollstellen bereit zu halten.

Der Transport von Stammzellen wird sicher nie zur Routine. Nach den ersten Transporten wurde ich ruhiger, aber es gibt immer wieder neue Erfahrungen. Meistens läuft alles nach Plan, aber es kann auch mal zu Verzögerungen kommen – Abholverspätung, gefährdeter Anschlussflug durch eine Flugverspätung, Zugverspätung, usw. time:matters hat für solche Fälle immer einen Plan B vorbereitet. Sollte ein Flug aus unvorhersehbaren Gründen nicht erreicht werden, erhalte ich direkt meinen alternativen Reiseplan, um die lebensrettenden Stammzellen schnellstmöglich ans Ziel zu bringen.

Während des Transportes habe ich eine innere Anspannung, zu wissen, dass ein Leben von mir abhängt. Bei der Übergabe freue ich mich immer, wenn ich es pünktlich geschafft habe. Besonders in Italien und USA habe ich sehr herzliche und dankbare Ärzte bei der Übergabe erlebt. Mit den Patienten oder Spendern kommen wir nicht in Kontakt, das ist aus Datenschutzgründen nicht erlaubt.

Ich bin selbst seit Jahren als Spender registriert und habe auch einen Organspende-Ausweis, für mich ist es wichtig im Notfall helfen zu können.