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Spenderbericht Florian Enkrott

Am Ende dieses Berichts finden Sie den von Florian Enkrott selbst gesprochenen Audio-Bericht seiner Knochenmarkspende.


WSZE: Wann und wie hast du erfahren, dass du als Spender in Frage kommst?

Das ich als Spender infrage komme habe ich im Spätsommer 2016 erfahren. Die WSZE hat mich angeschrieben und mich gefragt, ob ich immer noch bereit wäre zu spenden.

WSZE: Wieso hast du dich als Spender typisieren lassen?

Es gibt die kurze Antwort: Weil ich helfen wollte und will! ;-) Es gibt aber auch eine ausführliche Antwort: Für mich war schon ziemlich früh klar, dass ich etwas von mir abgeben und mit anderen teilen möchte. Aus diesem Grund habe ich auch direkt mit 18 angefangen regelmäßig Blut zu spenden. Dann habe ich bei einer Spende im Uniklinikum Münster erfahren, dass es auch möglich ist, Knochenmark zu spenden. Während der Blutspende hat man mir erklärt, dass eine Transplantation oft die letzte Chance für Leukämie Patienten ist und sie dadurch sogar geheilt werden können. Trotz der hohen Qualität der Medizin dachte ich mir, gibt es also noch Bereiche, wo es auf die direkte Hilfe des Menschen ankommt. Eben durch eine Knochenmarkspende.
Für mich war klar, dass ich mich typisieren lassen werde. Ich habe das große Glück kerngesund zu sein. Mein Körper leistet jeden Tag außergewöhnliche Arbeit und sorgt dafür, dass die „rote Suppe“ sauber ist und mich fit hält. Warum also nicht so etwas mit anderen teilen, die nicht dieses große Glück haben und gesund sind? Warum diesen Menschen durch eine Knochenmarkspende also nicht eine zweite Chance geben? Für die Typisierung musste ich nichts weiter tun. Die Schwestern vor Ort hat einfach einfach eine Probe mehr abgenommen, diese wurde analysiert und in ein zentrales Spendenregister eingetragen.

WSZE: Warst du nervös vor den nötigen Untersuchungen bzw. der
Knochenmarkspende? Wie ging es dir dabei?

Klar war ich ein wenig nervös. Wer wäre das nicht? Ich war aber weniger nervös, sondern vielmehr aufgeregt. Jahre nach der Typisierung hatte ich also die Chance erhalten einem Menschen auf diesem Weg helfen zu können. Bei mir war dieser kleine Nadelstich im UKM schon fast in Vergessenheit geraten und dann kam die Nachricht von der WSZE. Ich war positiv überrascht und habe mich riesig gefreut. Abgesehen davon habe ich mich während des ganzen Prozesses so wunderbar begleitet gefühlt, dass die Untersuchungen und die Spende sehr erträglich waren. Dazu gehörte eine große Portion Humor des DRK Personals, des Augusta Krankenhauses in Düsseldorf und der WSZE.

WSZE: Wie ging es anschließend weiter?

Für die Untersuchungen bin ich nach Ratingen eingeladen worden. Vor Ort habe ich Dr. Stubert kennengelernt, der mich auf Herz und Nieren untersucht hat. Dazu haben weitere Blutproben, ein EKG, das Abhören von Herz und Lunge und ein ausführliches Aufklärungsgespräch gehört. Am Tag der Untersuchungen war mir so ein bisschen, als würde ich die abschließende Spenderplakette erhalten. Zack alles in Ordnung sie dürfen weiter fahr...laufen und sogar spenden. ;-)

WSZE: Wie lief dann die eigentliche Knochenmarkspende ab?

Für die Spende hat mich mich Dr. Stubert eine Nacht ins Augusta Krankenhaus in Düsseldorf einquartiert. Das Zimmer habe ich mir mit zwei anderen Herren geteilt. So durfte ich dann in der Nacht vor der Spende einer ergreifenden Symphonie des Schnarchens lauschen. Fast wäre ich aus dem Bett aufgestanden, hätte mir einen Taktstock organisiert und hätte damit begonnen die beiden zu dirigieren. Das war eine willkommene Abwechslung und sorgte für die nötige Ablenkung.
Morgens habe ich mich mich dann geduscht und durfte in dieses wunderbare OP-Hemdchen steigen was modisch offenbar voll im Trend in Krankenhäusern ist. Das Muster auf diesem Hemd? Ein Traum. Der Designer ist offenbar eine Ikone seines Fachs. Um kurz vor acht ging es dann mit einem Bett-Taxi-Service in den OP Vorraum. Dort habe einen Zugang gelegt bekommen und durfte auf den OP-Tisch Flitzer umsteigen. Dann ging es weiter Richtung OP. Auf dem Weg dorthin habe ich Dr. Stubert der mir Mut zusprach und so entspannt war wie ich ihn kennengelernt hatte. Im OP angekommen hat man mich schlafen gelegt und mit der Entnahme begonnen.
Gut 40 Minuten hat die Prozedur gedauert. Viel mitbekommen habe ich davon nicht. ;-) Aufgewacht bin ich dann im „Aufwachraum“. Es war also geschafft. Im Anschluss an den Eingriff habe ich mich noch ein wenig im Krankenhaus erholt und durfte, dank guter „Führung“ nach der Visite von Dr. Stubert das Augusta verlassen.
Achja! Für mich gab es ein Care-Paket mit jeder Menge Kohlenhydrate in Form von Chips, Schokolade und Weingummi. Läuft!

WSZE: Hattest du Schmerzen oder Nebenwirkungen durch die Knochenmarkspende?

Vor, während und nach der Spende ging es mir gut und ich hatte keine großen Schmerzen. Ein kleines Ziehen im Rücken sonst nichts. Einen kleinen Wermutstropfen hat es aber doch gegeben. Die Narkose hat mir offenbar nicht geschmeckt, sodass ich mich übergeben musste. War wohl ein schlechter Jahrgang oder so etwas.

WSZE: Würdest du noch einmal spenden?

Na klar. Ich würde nicht eine Sekunde zögern. Alles hat so reibungslos funktioniert, dass ich jeder Zeit wieder dazu bereit wäre. Das DRK Team, die Mitarbeiter im Augusta Krankenhaus und die Kollegen des WSZE haben großen Anteil daran. Sie sind es gewesen die dafür gesorgt haben, dass ich mich sehr wohlgefühlt habe. Das gilt auch für meine Familie und Freunde die mich unterstützt und ermutigt haben. Ihre Anerkennung und der Respekt haben mich noch mehr motiviert das Richtige zu tun. Wenn also auf dieser Welt tatsächlich noch ein weiterer „genetischer Zwilling“ auf eine Knochenmarkspende angewiesen ist. Ich bin für dich da!

WSZE: Was würdest du anderen sagen, die noch überlegen, sich als Spender typisieren zu lassen?

Es ist ein tolles Gefühl etwas von sich abgeben und mit anderen teilen zu können. Knochenmark ist etwas, was unser gesunder Körper glücklicherweise nachproduzieren kann und unser Blut mit wichtigen Teilchen bestückt. Andere haben diese Privileg nicht und sind auf unsere Hilfe angewiesen. Die Risiken sind überschaubar und man wird bestens versorgt. Mein Eingriff ist gut verlaufen und ich bin wirklich glücklich darüber, dass ich einem Menschen möglicherweise eine Chance gegeben habe weiter leben zu können. Gebt also erkrankten Patienten genau diese Chance. Sie werden euch unendlich dankbar sein.


Spenderbericht Florian Enkrott