Wenn sich kein naher Verwandter als passender Spender erweist, ist der an Leukämie Erkrankte auf eine Blutstammzell- oder Knochenmarkspende eines Fremden angewiesen. Für eine erfolgreiche Transplantation müssen bestimmte Gewebemerkmale des Empfängers und des Spenders übereinstimmen. Da es Millionen verschiedener Kombinationen dieser Merkmale gibt, ist eine riesige Anzahl an registrierten potentiellen Spendern nötig, um möglichst vielen Leukämie-Patienten die Chance auf eine Transplantation zu geben.
Dank vieler Initiativen ist es gelungen, eine zentrale Spenderdatei für Deutschland aufzubauen. Auch die Daten aller in der WSZE registrierten Spender werden in anonymer Form an dieses Zentralregister übermittelt. Bis jetzt sind drei Millionen Menschen im „Zentralen Knochenmarkspenderegister für Deutschland“ (ZKRD) registriert. Aber auch das ist immer noch zu wenig. Um noch mehr Leukämiekranken helfen zu können, muss das Register ständig erweitert werden.
Aber nicht nur in Deutschland gibt es Spenderdateien und zentrale Register, sondern auch in nahezu allen europäischen Staaten, in den USA und vielen anderen Ländern.
Diese Datenbanken sind international vernetzt und laufen in der „Bone Marrow Donors Worldwide“-Datei (BMDW) zusammen. Aufgrund der internationalen Zusammenarbeit kann es sein, dass ein deutscher Patient Stammzellen aus Kanada erhält, oder ein deutscher Stammzellspender für einen Erkrankten in Griechenland herangezogen wird.

