Erkrankt ein Mensch an Leukämie, ist die Produktion gesunder Blutzellen gestört und die Transplantation gesunder Blutstammzellen aus dem Knochenmark oder peripheren Blut wird oftmals lebensnotwendig. Wird in der Familie kein geeigneter Spender gefunden, ist der Patient auf einen Fremdspender angewiesen.
Vielleicht sind genau Sie seine letzte Chance zu überleben!
Aufgrund der Vielzahl der Gewebemerkmale gibt es unzählige Kombinationsmöglichkeiten, wie sich bei einem Individuum das Gewebemuster zusammensetzen kann. Da die einzelnen Gewebemerkmale in der Bevölkerung selbst auch noch unterschiedlich häufig vorkommen, reicht die Wahrscheinlichkeit, für einen Patienten einen passenden Spender mit demselben Gewebemuster zu finden, etwa von 1:20.000 bis zu mehr als 1:50 Mio. Gerade diese oft geringe Wahrscheinlichkeit der Übereinstimmung macht es so wichtig, möglichst viele potentielle Spender zu gewinnen.
Zur Bestimmung der HLA-Gewebemerkmale (HLA = Humane Leukozyten-Antigene) benötigen wir ca. 10 ml Venenblut. Im Labor werden dann Ihre HLA-A, B und DR Gewebemerkmale bestimmt. Ein Teil der Blutprobe wird für eventuelle weitere Untersuchungen bei uns aufbewahrt.
Ihre persönliche Daten und HLA-Merkmale werden unter Beachtung des Datenschutzgesetzes in der Spender-Datenbank gespeichert und zusammen mit einer verschlüsselten und anonymen Personen- kennziffer an das deutsche Zentralregister (ZKRD) weitergegeben. Auf Anfrage stellt das ZKRD die anonymen Daten der deutschen Spender auch ausländischen Patienten zur Verfügung.
Die Gewebemerkmale werden zusammen mit einer verschlüsselten und anonymen Personenkennziffer an das deutsche Zentralregister (ZKRD) und an die internationale Spenderdatei (BMDW) weitergegeben.
Wenn Sie schon in einer anderen Spenderdatei registriert sind, brauchen Sie sich nicht erneut zur Verfügung zu stellen, da die Daten aller Dateien im Zentralregister zusammenfließen.
Eine Registrierung für eine gerichtete Spende ist nicht möglich, d. h., man kann sich nicht nur für einen Patienten registrieren lassen.

