Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,
da die in unserer Datei registrierten Spender oft weit entfernt von unserer Zentrale in Ratingen wohnen, sind wir bei der Durchführung von Blutentnahmen auf Ihre Hilfe angewiesen. Dies kann der Fall sein, wenn:
- ein Spender sich erstmalig typisieren lassen möchte
- eine weitere Testung eines typisierten Spenders erforderlich wird
- ein Bestätigungstest (Confirmatory Typing) durchgeführt werden soll.
Die für die Blutentnahme erforderlichen Röhrchen werden von den Spendern mitgebracht oder auch auf Wunsch von uns direkt an Ihre Praxis geschickt. Der Versand der befüllten Röhrchen erfolgt in bereits vorfrankierten und adressierten Versandtaschen über die reguläre Post bzw. (bei Bestätigungstests für ausländische Patienten) in Kartons über einen von der Westdeutschen SpenderZentrale beauftragten Kurierdienst.
An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Spender für die von uns veranlasste Blutentnahme keine Praxisgebühr zu entrichten braucht, da es sich um keine durch die GKV erstattete Leistung handelt. Die erbrachten Leistungen können Sie der Westdeutschen SpenderZentrale privatärztlich nach GOÄ in Rechnung zu stellen.
Bei offenen Fragen oder Problemen sind wir erreichbar unter: Tel. 02102-9977472.
Wenn Sie Informationen zu hämato-onkologischen Krankheitsbildern benötigen, möchten wir Sie auf die Homepage der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie www.dgho.de verweisen
Vielen Dank für Ihre Kooperation!
Häufig gestellte Fragen:
In folgender Liste haben wir die häufigsten Fragen aufgenommen. Bitte klicken Sie einfach eine Frage an, um die Antwort zu erhalten.
Wer ist die Westdeutsche SpenderZentrale?
Die Westdeutsche SpenderZentrale (WSZE) ist eine Datei für freiwillige Knochenmark- bzw. Blutstammzellspender, in der sich Personen aufnehmen lassen können, die bereit sind, für einen nicht verwandten Patienten Knochenmark oder Stammzellen aus dem peripheren Blut zu spenden. Zu den Erkrankungen, die mit einer Stammzelltransplantation behandelt werden können, gehören Leukämien, Lymphome, Immundefekte und Stoffwechselerkrankungen.
Die Aufgabe der WSZE ist die Gewinnung und Gewebetypisierung (HLA-Testung) von Neuspendern sowie die Durchführung von weitergehenden Testungen zur Vermittlung einer Stammzellspende zwischen gewebeverträglichen Spendern und Empfängern in In- und Ausland.
Wie funktioniert das System der freiwilligen Knochenmark-/Blutstammzellspende?
Weltweit haben sich über 100 verschiedene Dateien für freiwillige Knochenmark- und Blutstammzellspender entwickelt, die die Daten ihrer Spender in anonymisierter Form an zentrale Datenbanken melden. In Deutschland ist dies das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) in Ulm. Dort laufen die Daten aller in Deutschland registrierten Spender zusammen und werden an internationale Datenbanken weitergemeldet. Die von den jeweiligen Transplantationszentren beauftragten Sucheinheiten haben auf diese Datenbanken Zugriff, um geeignete Spender für ihre Patienten zu finden. Im Falle einer Übereinstimmung der HLA-Merkmale eines Spenders mit einem Patienten werden die Spenderdateien über die Zentralregister beauftragt, weitere Testungen bei den Spendern vorzunehmen oder den Versand einer Blutprobe zur Bestätigungstestung an ein Labor der Sucheinheit zu organisieren. Im Falle einer ausreichenden Übereinstimmung der Gewebemerkmale wenden sich die Transplantationszentren in der Regel direkt an die Spenderdateien, um einen Spender für eine Stammzellspende zu aktivieren.
Welche Rolle spielt der Hausarzt eines Spenders?
Sowohl für die Ersttypisierung als auch für die weitergehenden Testungen sind jeweils Blutabnahmen beim Spender nötig. Da in unserer Datei registrierte Spender oft weiter entfernt von unserer Zentrale in Ratingen wohnen, sind wir bei der Durchführung von Blutentnahmen auf Ihre Hilfe angewiesen. Die für die Blutentnahme erforderlichen Röhrchen werden von den Spendern mitgebracht oder auf Wunsch von uns direkt an Ihre Praxis geschickt. Der Versand der befüllten Röhrchen erfolgt in bereits vorfrankierten und adressierten Versandtaschen über die reguläre Post bzw. in Kartons über einen von der Westdeutschen SpenderZentrale beauftragten Kurierdienst.
Zusätzlich können Sie unsere Spender beim Ausfüllen des ggf. erforderlichen medizinischen Fragebogens unterstützen.
Wem kann der Hausarzt die Blutentnahme in Rechnung stellen?
An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Spender für die von uns veranlasste Blutentnahme keine Praxisgebühr zu entrichten braucht, da es sich um keine durch die GKV erstattete Leistung handelt. Die erbrachten Leistungen können Sie der Westdeutschen SpenderZentrale privatärztlich nach GOÄ in Rechnung zu stellen.
Es fehlen Blutentnahmematerialen bzw. die Entnahme mit den mitgeschickten Materialien ist fehlgeschlagen. Kann ich eigene Röhrchen verwenden?
Die außerplanmäßige Verwendung eigener Blutentnahmematerialien ist möglich, sofern diese über die entsprechenden Antikoagulanzien verfügen. Achten Sie bitte darauf, möglichst dieselbe Röhrchengröße zu verwenden. Sollten Sie mehr Röhrchen mit Ihrem Entnahmesystem abnehmen müssen als mit unserem, bitten wir Sie, sich mit uns aus versand- bzw. zollrechtlichen Gründen vor Versendung bzw. Abholung der Blutproben in Verbindung zu setzen.
Die von uns verwendeten Antikoagulanzien sind:
- EDTA KE (rote Kappe)
- CPDA1 bzw. ACD (gelbe Kappe)
- NH4-Heparin (blaue Kappe)
- Serum / kein Antikoagulanz
(transparente Kappe)
In Zweifelsfällen rufen Sie uns bitte an.
Einer meiner Patienten möchte sich registrieren lassen. Wie ist vorzugehen?
Wenn sich einer Ihrer Patienten als potentieller Stammzellspender registrieren lassen möchte, stellen Sie bitte zunächst sicher, dass er oder sie an keiner zu den
Ausschlusskriterien zählenden Krankheiten leidet. Außerdem muss er zwischen 18 und 55 Jahre alt sein. Dann können entweder Sie oder der Neuspender sich direkt an uns zwecks Zusendung eines Ersttestungssets wenden. In der Regel versenden wir Ersttestungssets innerhalb von einer Woche nach Eingang der Anfrage.